Franz Schönbergers Werke erschließen sich nicht inhaltlich, sondern formal.
Sie unterliegen dem Prinzip der polaren Spannung gegensätzlicher Formen.

Die Arbeiten sind reine Form, ihre Gestaltungsmittel sind der Raum, das Licht und die Bewegung.

Vorher nur in der Vorstellung existierend, wird der Gedanke in konkreter Form sichtbar gemacht.
Konkrete Kunst ist in letzter Konsequenz Harmonie, Maß und Gesetz. Es entstehen neue Realitäten.
Sie sind zugleich universell und dennoch einmalig; sie schöpfen ihre Energie aus dem polaren Gegensatz der Kräfte und gewinnen hieraus ihre Harmonie und Schönheit.

Ihre einzige Existenzberechtigung ist die Freude die beim Betrachter hervor gerufen wird, wenn er sich in stiller Betrachtung auf eines dieser Werke einlässt. Das ist ihr Sinn: Die Seele des Menschen zu erfreuen.

Sie schöpfen ihre Kraft und ästhetische Ausstrahlung auch aus der Spannung, die im Gegensatz von Freiheit und Gesetz liegt.

Text: Franz Schönberger, 5-I-2007